Mauritiushaus Niederndodeleben

 

Erfahrungsberichte

Auf den Spuren des Wassers

Feuerwehrnachwuchs erlebt im Mauritiushaus ein spannendes ProjektKinderfeuerwehr3b.jpg

 Die Bildungsangebote des Niederndodeleber Mau­ritiushauses haben sich schon herumgesprochen. So ließ sich der Feuer­wehrnachwuchs aus der Stadt Wanzleben – Börde in unzählige Geheimnisse des Wassers einweihen.

Dass ihre großen Vorbilder von der Feu­erwehr Wasser zum Feuer lö­schen nutzen und der Bauch des Tanklöschfahrzeuges mit Wasser gefüllt ist, das wissen die „Zwerge“ von den Kinder­feuerwehren aus Hohendo­deleben, Remkersleben und Eggenstedt ganz genau. Doch Wasser hat noch viel mehr Ge­heimnisse. Um diese zu erkun­den, weilten die 22 Fünf- bis Achtjährigen mit ihren sechs Betreuerinnen am vergange­nen Wochenende im Mauriti­ushaus in Niederndodeleben.

Und damit in den Stunden zwischen dem Herrichten der Betten, dem Schlafen und der Abreise keine Langeweile aufkommt, hatte sich die Bil­dungsreferentin des Hauses, Daniela Merz, ein Projekt rund ums Wasser ausgedacht. In interessanten Spielen wurden verschiedene Fragen zum Was­ser geklärt. Wo gibt es Wasser in der freien Natur?, Wie ent­steht Wasser? und Wie nutzen die Menschen das Wasser? wa­ren nur einige Beispiele. Spiele und Experimente brachten die Kinder aus Hohendodeleben, Eggenstedt und Remkersleben, für die es übrigens die erste ge­meinsame Unternehmung die­ser Art war, zusammen.

So zeigten sie ihre Kreativi­tät beim Bau von Wasserfiltern oder ließen sie selbstgebaute Schwimmbeete, wie es sie in regenreichen Ländern gibt, auf dem Flüsschen Schrote schwimmen. Spannung kam auf, als verschiedene Experi­mente die Kraft und Wirkung des Wassers verdeutlichten. Warum schwimmt eigentlich der Apfel, während die Birne einfach im Wasserbecken un­tergeht? Wird die Wasserkraft ausreichen, damit die Büro­klammer weiter schwimmt, wenn das Papier unter ihr durchnässt ist und untergeht?

Die Vorbereitung des Mit­tagessen wurde ebenfalls in das Programm eingebaut. So konn­ten die Kinder ihre Fähigkeiten beim Gemüseschnippeln be­weisen, bevor die Suppe über dem offenen Feuer köchelte.

Nach fast 24 Stunden fiel die Bilanz der Kinder durchweg positiv aus. Danach gefragt, ob es ihnen gefallen hat, ant­worteten sie im Chor mit ei­nem klaren „Ja“. Und auch die Betreuer Stephanie und Heike Meier aus Eggenstedt, Doreen Lauenroth und Anika Wipper aus Remkersleben sowie And­rea Drebenstedt und Karoline Rogowski aus Hohendodeleben zeigten sich begeistert. „Die Kinder machen super mit und helfen sich untereinander“, stellte Andrea Drebenstedt fest.

Wasser ist aber nur eines der Themen, um die es in Projekten und Seminaren für verschie­dene Altersgruppen im Nie­derndodeleber Mauritiushaus geht. Die ökumenische Begeg­nungs- und Bildungsstätte der evangelischen Kirche sieht ihre Schwerpunkte im Thema eine Welt, im ökumenischen Lernen, in der interkulturel­len Begegnung und im globalen Lernen. So werden beispiels­weise auch Welternährung, Klimawandel, Migration, welt­weite Gerechtigkeit oder Weih­nachten in anderen Ländern thematisiert.

Von Constanze Arendt-Nowak Niederndodeleben, 26.11.2015, aus: Haldensleber Rundschau


Jüngster Feuerwehrnachwuchs ist dem Wasser auf der Spur

Projekt in Niederndodeleben bringt den Kinderfeuerwehren aus Hohendodeleben, Remkersleben und Eggenstedt viel Spaß und neues Wissen

Von Constanze Arendt-Nowak Hohendodeleben / Remkersle­ben / Eggenstedt l

Bereits als die Hohendodeleber Kinderfeuer­wehr im Frühjahr ihren zehn­ten Geburtstag feierten, hatten die Mädchen und Jungen der Kinderfeuerwehren der Stadt Wanzleben – Börde beim Ori­entierungsmarsch gemeinsam viel Spaß. Darauf kann aufge­baut werden, dachten sich die Betreuer schon damals, und so entstand die Idee zu einem ge­meinsamen Projekt, das nun in die Realität umgesetzt wurde.

Von Freitagnachmittag bis Sonnabendnachmittag nann­ten 22 Mädchen und Jungen der Kinderfeuerwehren aus Kinderfeuerwehrb.jpgHohendodeleben, Remkersle­ben und Eggenstedt und sechs Betreuerinnen das Mauriti­ushaus in Niederndodeleben ihr vorübergehendes Zuhause. Und eines war ganz gewiss: Langeweile wird hier nicht aufkommen, denn die Bil­dungsreferentin des Hauses, Daniela Merz, hatte ein Projekt rund ums Wasser für die Fünf-bis Achtjährigen vorbereitet. Schnell war ihnen klar, dass nicht nur die Feuerwehr Was­ser zum Löschen braucht, und auch, dass es nicht in jedem Land Wasser in Mengen gibt.

In interessanten Spielen wurden verschiedene Fragen zum Wasser geklärt. Wo gibt es Wasser in der freien Na­tur?, Wie entsteht Wasser? und Wie nutzen die Menschen das Wasser? waren nur einige Beispiele. Kinderfeuerwehr2b.jpgSpiele und Experi­mente brachten die Kinder aus Hohendodeleben, Eggenstedt und Remkersleben zusammen. So zeigten sie ihre Kreativität beim Bau von Wasserfiltern oder ließen sie selbstgebaute Schwimmbeete, wie es sie in regenreichen Ländern gibt, auf der Schrote schwimmen. Span­nung kam auf, als verschiede­ne Experimente die Kraft und Wirkung des Wassers verdeut­lichten. Warum schwimmt eigentlich der Apfel, während die Birne einfach im Wasserbe­cken untergeht? Ihre Fähigkei­ten beim Gemüseschnippeln konnte der Feuerwehrnach­wuchs unter Beweis stellen, als es darum ging, selbst die Suppe für das Mittagessen am Sonnabend zuzubereiten.

Die Bilanz der Kinder fiel nach fast 24 Stunden durch­weg positiv aus. Danach ge­fragt, ob es ihnen gefallen hat, antworteten sie im Chor mit einem klaren „Ja“. Und auch die Betreuer Stephanie und Heike Meier aus Eggenstedt, Doreen Lauenroth und Anika Wipper aus Remkersleben so­wie Andrea Drebenstedt und Karoline Rogowski aus Hohendodeleben zeigten sich begeis­tert. „Die Kinder machen su­per mit und helfen sich auch untereinander“, stellte Andrea Drebenstedt fest. Und die Sehn­sucht nach Hause kam auch nur vereinzelt auf. Vielleicht ist das schon Ansporn für die nächste gemeinsame Unternehmung.

aus wanzleber Bördebote / Volksstimme am 25.11.2015


Kulturwoche - Die Welt zu Gast in Genthin

Schüler in Genthin wurden während der Interkulturellen Woche für fremde Kulturen sensibilisert.

Genthin/Parchen/Tucheim l Die Interkulturelle Woche ist fester Bestandteil des Genthiner Veranstaltungskalenders. Mit Blick auf den Zustrom von Flüchtlingen war sie in diesem Jahr aktueller den je. „Mit der Interkulturellen Woche wollen wir das Kennenlernen anderer Kulturen ermöglichen und Gespräche initiieren“, machte Bürgermeister Thomas Barz im Vorfeld deutlich. Hochaktuell war die Lesung des syrischstämmigen Autors Wahid Nader. „Es freut mich, dass sich einige syrische Gäste unserer Runde angeschlossen haben“, sagte Bibliotheksleiterin Gabriele Herrmann.....

....Kakao schmeckt eigentlich nicht süß

Es gab Wissenswertes über Flora, Fauna, Geografie und die Bewohner, eine Basteleinheit sowie das Kochen eines Nationalgerichts. „Die Toleranz der Kinder gegenüber fremden Kulturen war den ganzen Tag zu spüren“, sagte Sperlich. In der Grundschule Stadtmitte beschäftigten sich die Klassen drei und vier mit fremden Kulturen. Unter dem Dach des Vereins „Eine Welt“ in Dessau wurde den Viertklässlern das Leben von Kindern in Westafrika oder in Peru nähergebracht. „Uh, ist das bitter“, befand Sophia aus der 3b. Marcus Stückrodt vom Friedenskreis Halle hatte den Kindern Rohkakao zum Kosten gegeben und siehe da: „Der schmeckt ja gar nicht süß.“

Nur ein Element des Kurses, in dem der Weg des Kakaos aus Afrika auf unseren Frühstückstisch nachgezeichnet wurde. „Wir wollen zeigen, wie beschwerlich die Herstellung unserer alltäglichen Lebensmittel oft ist und zu bewusstem Konsum anregen“, erklärt Stückrodt. So waren auch Dinge wie fair gehandelte Produkte und gerechte Entlohnung der Kakaobauern ein Thema.

Daniela Merz vom Mauritiushaus Niederndodeleben brachte den Kindern der Klasse 3a das Land Tansania näher. Ausgestattet mit afrikanischen Namen wie Maleika (Engel) oder Bnsara (Klugheit) probierten die Kinder sich am typischen Wassertransport auf dem Kopf, filterten schmutziges Wasser mit einfachen Mitteln und bauten sich mit Luftballons und Sand einen Hacky-Sack. „Mit so einfachen Mitteln kann man selbst Spielzeug herstellen“, erklärte die Referentin. Am Ende waren die Kinder begeistert: „Ich fand das alles gut“, nickte Schülerin Pia. „Das hat richtig Spaß gemacht.“

05.10.2015 von Mike Fleske, aus: Volksstimme

 

Warum nur in die Ferne schweifen....Asien1.jpg

 …auch im Mauritiushaus Niederndodeleben kann man viel über andere Kontinente erfahren. So reiste unsere 3. Klasse am 24.Juni nach Asien. Wie die Menschen in Bangladesch leben, beschrieb Lisa Asien2.jpgZander auf dem “Flug” in dieses Land. Sie muss es wissen, denn sie lebte drei Monate dort und lernte Sprache und Menschen kennen. Dann ging es ans Holz suchen für das Lagerfeuer. Auch das Gemüse für das asiatische Mittagessen wurde selbst geschnitten. Besonders interesant war das Nachbauen eines schwimmenden Wasserbeetes. Diese Beete werden gebraucht, weil der Ackerboden in der Regenzeit überschwemmt ist und kaum Anbaufläche für Gemüse vorhanden ist. Afrika2.jpg

Schon für den nächsten Tag plante die 2b eine Reise vom Mauritiushaus nach “Afrika”. Afrika3.jpgDoch zuvor wanderten sie von Irxleben über den Wartberg nach Niederndodeleben durch unsere wunderschöne Börde.
Auch sie durften bereits das neue Gebäude des Mauritiushauses nutzen. Das Ankleiden mit afrikanischen Gewändern stimmte alle schnell auf Land und Leute ein. Von der Projektpädagogin erfuhren sie viel über das schwere Leben der Menschen in Afrika. Als nächstes trugen die Kinder Wassereimer vom Brunnen. Dass das Wasser nicht sauber war, bewies das Filtern durch mehrere Kiesschichten.
Die auf dem Feuer gekochte Gemüsesuppe schmeckte allen Kindern!

 Frau Schulze, GS Irxleben (http://grundschule-irxleben.de/)


Verbandsspitze tagt in Niederndodeleben und diskutiert über nachhaltigen Konsum - Landfrauen rüsten sich für BundestreffenLandfrauen.jpg

Referentin Daniela Merz (vorn) diskutierte mit den Vertretern des Landfrauenverbandes in Niederndodeleben Folgen der Ernährungs- und Konsumgewohnheiten. | Foto: Maik Schulz

Mit einem "Klimafrühstück" stimmten sich der Vorstand und die Kreis- vorsitzenden des Landfrauenverbandes Sachsen-Anhalt in Niederndodeleben auf ihre Sitzung ein. Sie bereiteten den Deutschen Landfrauentag 2014 in Magdeburg vor.

Niederndodeleben
Ein Workshop über nachhaltigen Konsum und die Klimawirksamkeit von Lebensmitteln gab den Auftakt des Landfrauentreffens in Niederndodeleben. Daniela Merz, Referentin des Mauritiushauses für globales Lernen, diskutierte mit ihren Gästen über "ökologische Fußabdrücke", die der Mensch durch seine Ernährungs- und Konsumgewohnheiten hinterlässt. So produziert jeder Deutsche im Jahr 300 Kilo Müll, kauft im Durchschnitt 60 Bekleidungsstücke (20 Kilo) und wirft pro Jahr 82 Kilogramm Lebensmittel in die Mülltonne. Jeder Mensch auf der Erde benötigt durchschnittlich 1,7Hektar fruchtbarer Fläche, in Deutschland liegt der Wert bei 4,7 Hektar.

Rege Diskussion während des Workshops
Nachdenken über den Umgang mit den natürlichen Ressourcen, das Werben für gesunde Ernährung, für regionale Kreisläufe und die Achtung von Lebensmitteln gehören auch zu den Grundanliegen der Landfrauen von Sachsen-Anhalt. Sie besuchen Kindergärten und veranstalten den "Tag der Milch". Ausgebildete Landfrauen schulen Kita-Knirpse altersgerecht beim "Gartenkinder"-Projekt und befähigen Grundschüler zum Erwerb des "Ernährungsführerscheins".

Vorbereitung für den Deutschen Landfrauentag in Magdeburg
Der Workshop im Mauritiushaus sollte Anregungen für die weitere Arbeit in den landesweit fünf Kreisverbänden und zwölf kreisunabhängigen Landfrauen-Ortsvereinen geben. Die rege Diskussion von Niederndodeleben lässt vermuten, dass dies auch geschehen wird.

Im Mittelpunkt der anschließenden Niederndodeleber Beratungen des erweiterten Landesvorstands standen die Vorbereitungen des Deutschen Landfrauentages am 2. Juli 2014 in Magdeburg, deren Gastgeber der Landfrauenverband Sachsen-Anhalt sein wird. Mehrere Arbeitsgruppen sollen das Bundestreffen der größten Interessenvertretung von Frauen in Deutschland koordinieren.
Darüber hinaus diskutierten die Vorstandsmitglieder des Landfrauenverbandes Projektvorhaben für das kommende Jahr. Dazu gehören unter anderem die Milchprojekte, die Gästeführerinnen-Ausbildung und das Management@home--Bildungsangebot.

Frauenpower bringt Demokratie aufs Land
Ein besonderes Augenmerk wollen die Landfrauen auf das Projekt "PowLa - Frauenpower bringt Demokratie aufs Land" legen. Im Rahmen dieses Projektes werden Demokratieberaterinnen zu Multiplikatoren für die Beratung in den mehr als 60 Ortsvereinen und -gruppen ausgebildet. Deren Aufgabe ist es, trennscharf zu verdeutlichen, was Traditionspflege und Selbstverständnis der Landfrauen von rechtsextremen Frauenbildern und Traditionsvorstellungen unterscheidet. Die Demokratieberaterinnen werden für die Auswüchse und Gefahren demokratiefeindlicher Tendenzen sensibilisiert, um diesen in der täglichen Vereinsarbeit selbstbewusst entgegentreten zu können.

aus: Volksstimme, Artikel von Maik Schulz, 14.Dezember 2014


Weltgebetstag der Frauen aus Frankreich

"Bonjour et bienvenue!" hieß es am 1. März in Niederndodeleben. Denn katholische und evangelische Christen aus Niederndodeleben, Hermsdorf und Hohenwarsleben luden zum Weltgebetstag der Frauen ein. Jedes Jahr kommt das Programm dazu von einer Frauengruppe aus einem anderen Land. 2013 war Frankreich an der Reihe. Um 19 Uhr begann der Abend mit einem Gottesdienst, der von zehn Frauen aus der Region gestaltet und von acht WGTFrankreich2013.jpgGemeindemitgliedern musikalisch mit Akkordeon, Gitarre, Keyboard, Cajon und Gesang gestaltet wurde. Neben gemeinsamen Gebet und Andacht war auch Platz um über den eigenen Tellerrand zu schauen. Insbesondere wurde die Situation der afrikanischen Flüchtlinge, die nach Frankreich kommen, in den Blick genommen. Gemeinsam beten, gemeinsam einer anderen Kultur näher kommen, gemeinsam singen - da darf natürlich auch das gemeinsame Essen nicht fehlen. Im Anschluss an den Gottesdienst lud die Gemeinde zum Verweilen ein. Mit dem Buffet, das mit reichlich Käse, Wein und Crêpes sowie französischem Gulasch, Gebäck und Crème brûlée und anderem mehr bestückt war, hätten wir bestimmt auch in unserem Nachbarland punkten können. Mit über 80 Gästen war der Weltgebetstag ein voller Erfolg. So hoffen wir auch im nächsten Jahr einige Neugierige anzulocken, wenn es wieder einmal Zeit ist für den Weltgebetstag - 2014 dann aus Ägypten.

Lea Herrfurth, Junge Gemeinde Niederndodeleben, März 2013 


Globales Lernen in der VolkshochschuleIMGP6604.JPG

Auf Anfrage der Kreisvolkshochschule Köthen an das Eine Welt Netzwerk Sachsen-Anhalt, wurde von Daniela Merz, Referentin für Globales Lernen des Mauritiushauses gemeinsam mit Christiane Christoph vom Eine Welt e.V. Dessau ein abwechslungsreiches und ansprechendes Programm für die Generation 50plus zu einem Thema des Globalen Lernens entworfen. Passend zur Vorweihnachtszeit ging man am 23.11.12 in der VHS Bitterfeld und am 24.11.12 in der VHS Köthen der Frage nach dem Weg der Schokolade auf den weihnachtlichen Gabentisch nach und regte mit den neu erworbenen Erkenntnissen zu einem veränderten Konsumverhalten an.
Die Workshops reihten sich gut in das Jahresthema der UN Dekade 2012 „weltweite Ernährung und Ernährungssicherung“ ein. Außerdem wurde mit den Angeboten eine neue Zielgruppe angesprochen, nämlich Frauen und Männer jenseits der 50.

Das Projekt "Globales Lernen in der Volkshochschule" ist im Institut für internationale Zusammenarbeit (dvv international) des Deutschen Volkshochschulverbandes angesiedelt. Es wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziell gefördert und möchte die entwicklungsbezogene Bildung an Volkshochschulen stärken. Im Februar 2012 war Frau Koops vom dvv international Gast bei einem Treffen der AG Globales Lernen in Sachsen-Anhalt, warb dort für Kooperationen und informierte umfangreich über das Programm.

IMGP6608.JPGSowohl in Bitterfeld als auch in Köthen waren die Kurse mit etwa 18 sehr interessierten Teilnehmenden gut belegt. Im Mittelpunkt der Seminare standen die globalen Zusammenhänge bei der Produktion und beim Handel mit Nahrungsmitteln. Die Herkunft des Kakaos, die Bedingungen während des Anbaus und der Ernte, die Herstellung von Schokolade und der Faire Handel als mögliche Alternative zum konventionellen Handel wurden thematisiert. Eine rege Diskussion entspann sich nach dem Dokumentarfilm „Schmutzige Schokolade“, der aufdeckt, dass trotz einer Selbstverpflichtung der großen Schokoladenhersteller, noch immer Kinder als Zwangsarbeiter auf den Kakao-Plantagen der Elfenbeinküste arbeiten. Zur Beruhigung der Gemüter gab es im Anschluss ein leckeres, von einer Mitarbeiterin des Mauritiushauses zubereitetes Mittagessen: bio-regional-faires Hühnchen auf Gemüse in Schokosauce mit Reis. Als Nachtisch wurden ein fairer Schokokuchen sowie Früchte in heißer, fairer Schokolade angeboten. Den zweiten Teil des Seminars leitete eine Konditormeisterin, die mit den Teilnehmenden Schokolade aus fair gehandelten Produkten herstellte.  

Es waren zwei Tage , die sich der Schokolade verschrieben haben und Leckermäuler kamen auf ihre Kosten. Ziel des Seminars war es, ein bewussteres Kaufverhalten zu wecken. Dank einer immer größer werdenden fairen Produktpalette in den Supermärkten, wird dies auch immer einfacher. Also, lieber eine Fairtrade-Schokolade kaufen, als drei konventionelle Schokoladen.

Kaufen auch Sie fair!  

aus: Eine Welt Rundbrief "Fair" des Eine Welt Netzwerks Sachsen-Anhalt
von Daniela Merz, Januar 2013


"Essen hier und anderswo"  

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Das war das Thema unserer Herbstrüstzeit im Mauritiushaus Niederndodeleben. Bei den alten Hasen unter den Rüstzeit-teilnehmern erfreut sich dieses Heim des Rufes, das beste Essen zu bieten und auch inhaltlich jedes Mal ein tolles Programm für uns auf die Beine zu stellen. 13 Kinder und Jugendliche waren diesmal mit dabei und erlebten fünf bunte, interessante Tage rund ums Essen. Was haben wir nicht alles ausprobiert: Selbst asiatisch kochen und dann mit Stäbchen essen; afrikanisch kochen und dann mit den bloßen Händen essen; auf einem Bauernhof Brötchen backen; mit verbundenen Augen Obst und Gemüse kosten und richtig benennen.... IMG_1349.JPG

IMG_1364.JPGAm spannendsten war aber die Sache mit dem Appel und dem Ei. In kleinen Grüppchen ging es ins Dorf. Dort wurden die Leute angesprochen und gebeten, einen Apfel und ein Ei gegen etwas anderes zu tauschen. Und dann konnte man immer wieder weitertauschen. Es hat sich gelohnt - die Ausbeute nach etwa einer Stunde konnte sich wirklich sehen lassen und wurde ziemlich gerecht verteilt. Natürlich gab es auch viel über die unterschiedlichen Reaktionen der Leute zu erzählen. 

Morgenandacht und Abendkreis, Joggen gehen, wenn die anderen noch schlafen, nach dem Essen Kickerturnier oder Mittagsschläfchen, Tassen bemalen, ein bunter Abend mit selbst erdachten Theaterstücken und Spielen – all das hat unsere Rüstzeit rund gemacht. Die Großen kümmerten sich liebevoll um die Kleinen, so dass die Altersspanne 7-16 Jahre kein Problem war. Es gibt also genug Gründe, sich schon auf die nächsten Herbstferien IMG_1425.JPGzu freuen. Denn dann fahren wir in der ersten Ferienwoche wieder zur Rüstzeit.IMG_1276.JPG

Avocado, Banane, Clementine, Dattel, Feige, Granatapfel, Honigmelone .... Diese Reihe ließe sich beliebig fortsetzten. (Wer Lust hat, kann es ja einmal versuchen.) Manches, was da auf dem Tisch stand, kannten wir noch gar nicht. Und weil alles so lecker schmeckte, war es nicht leicht, eine Lieblingsfrucht zu bestimmen.

 Ute Ulbricht, Gemeindepädagogin, Kirchgemeinde Sommerfeld, November 2012 


Die Altenhilfe Niederndodeleben gGmbH berichtet über ihren Besuch im Mauritiushaus bild1.jpg

Am 3.August konnten sich unsere Bewohner des Betreuten Wohnens der Altenhilfe Niederndodeleben einmal voll und ganz von den freundlichen Mitarbeiterinnen Frau Merz und Frau Schmidt vom Mauritiushaus in Niederndodeleben verwöhnen lassen. Mit dem Kleinbus ging es direkt auf die idyllische Anlage der Ökumenischen Begegnungsstätte, wo unsere Bewohner eine liebevoll gedeckte Kaffeetafel mit duftendem, selbstgebackenem Kuchen empfing. Wir haben erfahren, dass hier eine ganze Menge Bildungsangebote für Gruppen, schulklassen und Vereine angeboten werden.bild3.jpg

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Bei einem kleinen Spaziergang erfreuten wir uns an dem anliegenden Garten der gepflegten Anlage. Natürlich besuchten wir auch die schöne Peter und Paul Kirche, in der sich mancher Bewohner gern an Hochzeit oder Konfirmation erinnerte.

Schließlich wurden wir wieder bis in das Altenbetreuungszentrum zurückgefahren. Für diesen tollen Ausflug und das große Engagement möchten wir Frau Merz und Frau Schmidt danken. Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen.

 Anja Tetzen, August 2012


„Guten Appetit“ - eine kulinarische Weltreise im Mauritiushaus Niederndodeleben

Ein Teddy fliegt durch den Raum: „Anna“ ruft ein Kind. Die Aufgerufene fängt – und wirft das Plüschtier schnell weiter zum nächsten Kind: „Katharina“. Auch sie fängt den orangenen Teddy, der ihr entgegenkommt.

Für Außenstehende wirken Szenen dieser Art fremd, wenn sie zum ersten Mal den gepflasterten Hof mit der großen Linde umgeben von den großen Gebäuden, betreten. Doch hier im Mauritiushaus in Niederndodeleben, bei Magdeburg, sind sie nicht untypisch. Dieses große Haus mit dem rot gedeckten Dach und den hervorstehenden Fenstergiebeln  beherbergt oft Gruppen, die solche Kennlernspiele spielen. Das Mauritiushaus, eine ökumenische Begegnungs – und Bildungsstätte, lädt Menschen jeden Alters zu sich ein. Das über 300 Jahre alte Pfarrhaus wurde in den achtziger – und neunziger Jahren zum Tagungshaus umgebaut. Später wurde noch das ehemalige Stallgebäude ausgebaut, sodass es über etwa 28 Schlafplätze verfügt. Diese und weitere Gruppenräume stehen sowohl für Schulklassen und Konfirmandengruppen als auch für andere Interessengruppen offen. So haben sich auch  die 10 Kinder aus den umliegenden Dörfern unter dem Motto „Guten Appetit“ an diesem Wochenende getroffen. Gemeinsam mit der Bildungsreferentin erkunden sie an diesem Wochenende, wie und vor allem was andere Menschen in anderen Ländern dieser Erde essen. Seit 2010 ist Daniela Merz hier im Mauritiushaus als Referentin für Globales Lernen tätig. Sie bietet Projekte an für Gruppen jeglicher Zusammensetzung. „Die Projekte sind für alle ausgelegt. Sowohl für Senioren, Schulklassen und auch Jugendgruppen.“, berichtet sie. Inhalte sind Wasser, Klimawandel, weltweite Gerechtigkeit und ähnliche Themen, die die Gesellschaft der ganzen Welt betreffen. Vor allem ist der Blick auf Kulturen gerichtet, die uns fremd sind, deren Rituale und Bräuche wir vielleicht nur schwer nachvollziehen können. Wie leben Menschen in in anderen Kulturen im Gegensatz zu uns, was bestimmt ihren Alltag, was ist überlebensnotwendig  wenn man nur eine Tasse Wasser hat? „Die Augen waschen, um sich vor Krankheiten, die von den Fliegen übertragen werden, zu schützen“, erzählt die junge Frau, die selbst nach dem Abitur ein Jahr in Tansania  gelebt hat.     

Die Kuscheltiere wurden beiseitegelegt und nach einer kleinen Pause am Tischkicker treffen sich alle wieder und bestaunen die teilweise fremden Früchte, die in der Mitte des Raumes liegen. „Oh, Ananas, dürfen wir die essen?“ fragt ein Kind begeistert beim Betreten des Raumes. Aber nein noch müssen sie sich gedulden.  Zuerst sollen allen Früchten die Namen, die auf kleinen Zetteln stehen, zugeordnet werden. Jetzt ist guter Rat teuer. „Wie heißt diese rot, grüne Frucht noch mal? Innen ist sie gelb und weich, das habe ich doch erst gegessen? Was ist das denn für eine schwabbelige Soße, da schwimmen ja noch weiße Kerne drinnen? Kann man das überhaupt essen?“ Solche und ähnliche Fragen schweben im Raum. Letztendlich lösen die Kinder das Rätsel. Ersteres war eine Mango und die andere Frucht, die außen orange und innen grün und schwabbelig ist, heißt Kiwano. Endlich darf gekostet werden. Erwartungsvoll nimmt sich das erste Kind einen Löffel und taucht ihn schnell in das grüne Etwas, bevor ihm jemand anderes zu vor kommt. Gespannt warten die andern auf das Urteil. „Das schmeckt wie Götterspeise mit Kiwigeschmack!“ Weiter tauchen die Löffel um das Unbekannte zu erschmecken.

Doch nicht nur dieses Wochenende dreht es sich im Mauritiushaus ums Essen. Auch sonst macht man sich hier Gedanken über die Lebensmittel, die wir aus andern Ländern beziehen. So wird zum Beispiel beim Frühstück im Speisesaal ausschließlich fair gehandelter Kaffee ausgeschenkt. Darüber hinaus befindet sich im Haus auch ein kleiner Eine-Welt-Shop, wo die Gäste sich zwischendurch die Pausen versüßen können und ihren kulinarischen Horizont von getrockneten Mangoscheiben bis hin zu fair gehandeltem Bio - Wein erweitern können.

Am Samstagmittag wartet auf die  Kinder eine weitere Überraschung. Mittagessen wie in Afrika: mit bloßen Händen und – auf dem Fußboden. Manch einer freut sich: „cool, das darf ich zu Hause nie“, doch auch hier heißt es, Hände waschen nicht vergessen! Daniela Merz reicht ein Handtuch und ein Stück Seife herum. Aus einem Krug gießt sie jedem Wasser über die Hände. Zum allgemeinen Erstaunen reicht der Krug mit dem verhältnismäßig wenigen Wasser für alle Hände im Raum. Ein Aspekt, wo wir auch von den Afrikanern lernen können. Beim Essen stellt sich jedoch heraus, dass es gar nicht so leicht ist Reis mit den Händen ausschließlich in den Mund zu befördern und man die richtige Technik lernen muss, genau wie den Umgang mit Messer und Gabel.

Unterstützt und gefördert wir das Mauritiushaus und seine Tätigkeiten durch den Evangelischen Entwicklungsdienst Deutschlands und einem eigenen Verein, dem Mauritiushaus Niederndodeleben e.V. 

Es ist der eigene Charakter, der das Haus gemütlich macht und einlädt. Die liebevolle kulinarische Versorgung durch die hauseigene Küche, die auch auf extra Wünsche eingeht. Der interessierte Blick für andere Kulturen und eine offene Art diese hautnah zu vermitteln und deren Denkweisen zu verdeutlichen. Die ruhige Umgebung des Dorfes, nahe der Landeshauptstadt. Die einfach gehaltenen Zimmer, die doch besonders sind: wie zum Beispiel das 7-Betten Zimmer auf dem Dachboden des ehemaligen Stallgebäudes, bei Stammgästen „Schneewittchenzimmer“ genannt. Für manch einen ist es eine Zumutung in den einfachen Mehrbettenzimmern zu übernachten. Für andere, vor allem für Kinder, ein Erlebnis in einem der sieben Betten zu schlafen, die sich unter der Dachschräge aneinander reihen.  

Bericht von Anna Schmidt, Norbertusgymnasium Magdeburg 2010


Martineer bereiten sich auf Besuch aus Tanzania vor

Sieben Schüler der 6. Bis 9. Klasse und 3 Lehrerinnen des Kleinen Tanzania-Kreises des Martineums trafen sich für 3 Tage im Mauritius-Haus in Niederndodeleben, um sich intensiv auf den Besuch der Partnerschüler aus Lupalilo/ Tanzania vorzubereiten. Seit dem Jahr 2000 besteht die Schulpartnerschaft zwischen beiden Schulen. Deutsche Schüler und Lehrer waren 2007 das vierte Mal in Tanzania. Nun endlich soll ein Gegenbesuch gelingen.

Die Bildungsreferentin Uta Brux hatte gemeinsam mit der Lehrerin Frau Dr. Neumann ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Dabei ging es um die Inhalte der gemeinsamen Projekte zum Thema „Berufliche Bildung und Berufe in Zeiten von Globalisierung" sowie um die Gastgeberrolle der Schüler aus Deutschland. Aufgaben wie: „Versetz dich bei einer Traumreise in die Rolle des afrikanischen Jugendlichen! Was wird für ihn neu sein? Wie kannst du ihm helfen, sich besser zurecht zu finden, was wollen wir als gute Gastgeber beachten?" wurden spielerisch und mit viel Engagement der Schüler umgesetzt. Zusätzlich muss bedacht werden, das alles auf Englisch sagen zu können. Das heißt, dass die Arbeit nach diesem Wochenende eigentlich erst richtig los geht!

Ein Höhepunkt im Programm war sicher auch die Schokoladenverkostung zum Thema „Fair gehandelte Schokolade".

Frau Brux schenkte der Gruppe ein Projekttagebuch, in dem an diesem Wochenende alle Ideen, Fragen und ungelösten Probleme notiert wurden, und das auch in der Zukunft fortgeführt werden soll. Bis zu den Sommerferien wird sich die Gruppe jeden Donnerstag treffen und weiter am Programm arbeiten.

Bericht von Anette Peters, Lehrerin am Gymnasium Martineum Halberstadt

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